Skelett

Mit der Doppelkopfkamera wird am DTZ  in Berlin-Friedrichshain innerhalb von weniger als 15 min die Beurteilung des Skeletts im Hinblick auf entzündliche, degenerative oder neoplastische Veränderungen vorgenommen. Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) bestimmt den Mineralgehalt des Knochens mittels DPX.

Knochenszintigraphie und SPECT/CT

Bei Tumorerkrankungen ist die Knochenszintigraphie aufgrund ihrer hohen Sensitivität fester Bestandteil von Staginguntersuchungen, da diese bereits bei einem Substanzverlust von 5–10 % Läsionen detektiert, während das konventionelle Röntgen erst bei 50 % lokalem Substanzverlust diesen erkennen lässt. Verglichen mit der planaren Szintigraphie überwindet die SPECT die Problematik von Überlagerungen, während die CT eine optimale Schwächungskorrektur und Herausarbeitung der relevanten Strukturen erlaubt. Da die Häufigkeit von Krebserkrankungen und auch nichttumorassoziierter degenerativer Veränderungen mit fortschreitendem Alter zunimmt, gewinnt die hohe Sensitivität der SPECT/CT immer mehr an Bedeutung.

Gleiches gilt für die Beurteilung von Gelenkprothesen, sofern der Patient über Beschwerden nach der OP klagt. Durch die verbesserte räumliche Zuordnung können außerdem Reizungen außerhalb des Knochens im umliegenden Bindegewebe nachgewiesen und ohne einen invasiven Eingriff die Indikation für eine erneute OP geprüft werden.

Densitometrie
Osteoporose, häufig auch als Knochenschwund bezeichnet, ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der sich die Knochensubstanz durch natürlichen Abbau verringert. Am DTZ wird zur Messung der Knochendichte (Osteodensitometrie) und zur Bestimmung seines Mineralgehalts das weltweit empfohlene Standardverfahren der Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DEXA) angewandt.

Osteoporose, vervierfachtes Frakturrisiko

Knochendichtemessung
⇨ Indikation: Osteoporose

Alle nachfolgend genannten Verfahren können bedarfsweise auch als SPECT/CT durchgeführt werden, um gesteigerte Aktivitätsanreicherungen morphologisch zu klassifizieren.

Ganzkörperszintigraphie
⇨ Indikation: Diagnostizierung von Skelettteilen mit verstärktem Knochenstoffwechsel, Ausschluss von Skelettmetastasen oder von entzündlichen Veränderungen, Tumorsuche, Morbus Paget, Myositis ossificans

Szintigraphie


Fluorid-PET

Teilkörperszintigraphie
⇨ Indikation: weitere Abklärung ossärer Veränderungen bei bekannter Lokalisation

3-Phasen-Szintigraphie
⇨ Indikation: Basisverfahren zur Differenzierung entzündlicher Knochen- und Gelenkprozesse (arterielle, venöse sowie Spätphase)

Knie-TEP

Granulozytenszintigraphie
⇨ Indikation: Diagnostizierung und Lokalisierung von entzündlichen Vorgängen mit gesteigerter Granulozytenanreicherung, Differenzialdiagnostik von Prozessen mit erhöhtem Knochenstoffwechsel (Entzündung – Neoplasie), Cold-spot-Knochenszintigraphie