PET/MR

Die Methode

Die PET/MR ist wie die PET/CT ein Hybridverfahren, das die nuklearmedizinische (PET) und radiologische Bildgebung (MRT) in einem Gerät vereint. Der Vorteil liegt auf der Hand: In nur einem Untersuchungsdurchgang kann der bei Krebszellen veränderte Stoffwechsel (PET) sichtbar gemacht und zugleich den anatomischen Strukturen (MRT) zugeordnet werden.

Die PET/MR ist eine wertvolle Ergänzung der PET/CT  und MRT. So können mithilfe dieses Verfahrens Frühformen der Alzheimer-Demenz sicher von anderen Demenzformen abgegrenzt werden. Detailaufnahmen der Prostata liefern wichtige Informationen hinsichtlich einer Samenblaseninfiltration oder Kapselüberschreitung. Für Brustkrebspatientinnen wurde eigens eine Brustspule eingebaut – für eine hochspezifische Beurteilung von onkologischen und neurologischen Veränderungen im Teilkörper.

Das Gerät

Das DTZ Berlin verfügt einen Biograph mMR, in dem die PET und 3-Tesla-MRT vollständig vereint sind.

Die simultane Aufnahme und innovative Technologie gestatten die Darstellung winziger Krankheitsherde ohne Bewegungsartefakte auch in schwierigen Körperregionen wie etwa dem Bauch.

Überdies bezieht das System auch die Knochen in die Schwächungskorrektur ein, sodass die Bewertung von verdächtigen Läsionen in Knochen sowie in deren Nähe möglich ist.

Zudem sind wir mit unserer neuen dedizierten 4-Kanal-PET/MR-Hybridspule mit Biopsiemöglichkeit in der Lage, Gewebeproben bildgestützt zu entnehmen und bei schwierigen Fragestellungen (z. B.  Differenzierung zwischen Narbe und Rezidiv nach einer brusterhaltenden Therapie, BET) therapeutisch relevante Antworten zu geben..

Diagnostik

  • onkologische Diagnostik, insbesondere Mamma, Prostata, ZNS, Leber
  • Neurologische Diagnostik, v. a. Morbus Alzheimer, vaskuläre Demenz und andere Demenzformen
  • Differenzierung fokaler und diffuser kongenitaler Hperinsulinismus (CHI)

  Therapie

  • Therapieentscheidung abhängig von  Organüberschreitungen im onkologischen Kontext, z.  B. Prostata
  • Therapiesteuerung bei der Diagnostik neurologischer Erkrankungen
  • OP-Steuerung beim CHI

 

 

Lokalrezidiv der Prostata (PSA 0,65 ng/ml) mit 18F-PSMA

 

 

Abb. 1: PET   Abb. 2: MRT   Abb. 3: PET/MR